Eine Sansula sieht aus wie eine Kalimba, die jemand auf eine kleine Handtrommel montiert hat — und genau das ist sie. Die Sansula von Hokema verbindet die gezupften Metallzungen der Kalimba mit dem Fell eines Trommelrahmens. Das Ergebnis ist ein Klang, der schwebt: weich, sphärisch, mit einem langen Nachklingen, das eine gewöhnliche Holz-Kalimba so nicht hat.
Dieser Artikel erklärt, wie die Sansula aufgebaut ist, warum sie anders klingt als eine Kalimba und für wen sie sich eignet.
01Was eine Sansula ist — Kalimba trifft Trommelfell
Die Sansula wurde von Peter Hokema entwickelt und vereint zwei Instrumente in einem. Auf einen runden Rahmen ist ein Trommelfell gespannt; darauf sitzt der Tonkamm einer Kalimba mit ihren gestimmten Metallzungen. Gezupft werden die Zungen wie bei jeder Kalimba mit den Daumen.
Der entscheidende Unterschied liegt im Resonanzkörper. Eine klassische Kalimba klingt über einen Holzkorpus oder ein Brett ab — kurz, perkussiv, hell. Bei der Sansula überträgt sich die Schwingung auf das gespannte Fell, das wie eine Membran mitschwingt. Daraus entsteht der typische volle, getragene Ton mit langem Sustain.


02Warum sie schwebt — der Klang und der Wah-Effekt
Das Trommelfell macht die Sansula zu einem Klangkörper mit eigenem Charakter. Die Töne verschmelzen, hallen nach und legen sich übereinander — viele beschreiben den Eindruck als sphärisch oder schwebend.
Dazu kommt ein Effekt, den keine normale Kalimba kann: Setzt man die Sansula beim Spielen auf eine glatte Fläche — einen Tisch, das Knie, den Oberschenkel — und hebt sie wieder an, verändert sich der Resonanzraum unter dem Fell. Das erzeugt ein weiches Wah, ein Vibrato, mit dem sich der Klang formen lässt. Damit wird das Anheben und Aufsetzen selbst zum Ausdrucksmittel.
03Sansula oder Kalimba — der Unterschied
Beide Instrumente teilen das Spielprinzip: gestimmte Metallzungen, gezupft mit den Daumen, ohne Vorkenntnisse spielbar. Der Unterschied liegt im Klangkörper und damit im Charakter. Eine ausführliche Einführung in die klassische Kalimba findest du im Artikel Kalimbas & Sansulas.
| Sansula | Kalimba | |
|---|---|---|
| Resonanzkörper | Trommelfell (Membran) | Holzkorpus oder Brett |
| Klangcharakter | schwebend, sphärisch, langes Sustain | hell, perkussiv, klarer Anschlag |
| Besonderheit | Wah-/Vibrato-Effekt durch Aufsetzen/Anheben | kräftiger Direktklang, robust |
| Typische Stimmung | A-Moll pentatonisch (Akebono) | verschiedene Dur- und Moll-Stimmungen |
| Häufiges Einsatzfeld | Klangarbeit, Meditation, ruhiges Spiel | Melodiespiel, Lieder, unterwegs |
04Stimmung und Spiel — warum alles harmonisch klingt
Die Basic-Sansula ist meist in A-Moll pentatonisch (Akebono-Skala) gestimmt. Das hat einen praktischen Vorteil: In einer pentatonischen Skala fehlen die Halbtonschritte, die schief klingen können. Egal welche Zungen man zupft — die Töne passen zusammen.
Deshalb ist die Sansula auch ohne Notenkenntnis sofort spielbar. Man folgt der Hand und dem Klang, nicht einem Notenblatt. Wer Melodien lernen oder das Instrument vertiefen möchte, findet im Conny Sommer - Das Große Lehrbuch für Kalimba & Sansula Melody Spielideen und Stücke. Neben der A-Moll-Variante gibt es mit der Hokema Sansula Basic Melody G-Dur 11 Zungen eine melodischere Stimmung mit mehr Zungen.


05Für wen sich die Sansula eignet
Die Sansula spricht vor allem klanglich Interessierte an, die einen weichen, getragenen Ton suchen — anders als die hellere, perkussive Kalimba. Sie wird häufig zur Entspannung, in der Klangarbeit und bei Meditation eingesetzt, weil ihr langer, ruhiger Nachklang dazu passt.
Für unterwegs und zum Schutz des Fells empfiehlt sich eine passende Aufbewahrung wie die Hokema Sansula Tasche für Basic 9Ton. Wer noch zwischen Sansula und klassischer Kalimba schwankt, findet beide Instrumente in der Kategorie Kalimbas & Sansulas.


Die Sansula ist kein Ersatz für die Kalimba, sondern ihre klangliche Erweiterung: dasselbe einfache Spielprinzip, aber ein voller, schwebender Ton mit langem Nachhall und dem charakteristischen Wah-Effekt. Wer einen ruhigen, sphärischen Klang sucht, ist hier richtig — wer den hellen, perkussiven Direktklang bevorzugt, bleibt bei der klassischen Kalimba.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Sansula und Kalimba?
Wie entsteht der schwebende Klang der Sansula?
Kann man die Sansula ohne Vorkenntnisse spielen?
In welcher Stimmung kommt die Sansula?
Wofür wird die Sansula häufig genutzt?
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